Sitemapping 2009

Das Bundesamt für Kultur BAK hat die Förderbeiträge für “Sitemapping 2009″ ausgeschrieben. Bwerben können sich Schweizer Kunstschaffende und Künstlergruppen aus allen Sparten, deren Arbeit sich durch einen künstlerischen Umgang mit den Neuen Medien auszeichnet. Inter- und transdisziplinäre Projekte sind willkommen. Eingabeschluss für die Bewerbungen ist der 14. April 2009.

SR-Medienkunst-Preis 2008

Imre Ostmann erhält für seine Video-Klang-Installation „Zu Besuch bei Äolus und Terminus“ den Medienkunst-Preis 2008 des Saarländischen Rundfunks. Seine ausgezeichnete Arbeit ist zur Zeit im Museum Haus Ludwig in Saarlouis im Rahmen der Landes- kunstausstellung zu sehen.
Der 1982 in Bielefeld geborene Imre Ostmann studierte von 2002 bis 2007 Freie Kunst an der Hochschule der Bildenden Künste in Saarbrücken und ist zur Zeit Meisterschüler von Prof. Christina Kubisch.

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Arbeitsstipendien für Medienkunst

Das Edith-Ruß-Haus in Oldenburg vergibt für Juli bis Dezember 2008 drei Arbeitsstipendien für internationale Künstler, die mit digitalen Medien arbeiten. Es gibt keine Altersbeschränkung. Die Stipendien sind jeweils mit 10.000 Euro dotiert. Eine internationale Jury sichtet die Projektvorschläge und entscheidet über die Stipendienvergabe.

BEWERBUNGSUNTERLAGEN und INFORMATIONEN:
//www.edith-russ-haus.de/german/stipendien.html

Deadline für die ausgefüllte, unterschriebene Bewerbung mit Projektbeschreibung:
29. Februar 2008 (Poststempel).

Ökologische Strategien in der Kunst

john
Franz John: Turing Tables. An Untitled Composition for Tectonic Spaces, 2003-2007 (Foto: Franz Wamhof)

Vom 12. Oktober 2007 bis 13. Januar 2008 zeigte die Ausstellung "Ökomedien" im Edith-Ruß-Haus für Medienkunst einige Installationen, die auf progressiven Vorstellungen von Ökologie beruhen und dabei utopische Horizonte entwerfen.

Carlos Katastrofsky - stimulus/response

Im Wiener Projektraum Sonnensegel sind vom 5. bis 19. Oktober 2007 Arbeiten des Medienkünstler Carlos Katastrofsky (Michael Kargl) zu sehen. Wie bereits der Titel der Ausstellung "stimulus/response" andeutet, steht bei der Präsentation das bei Tieren und Menschen unterstellte pawlowsche Reiz/Reaktions- verhalten im Mittelpunkt.
Die übliche Annahme, dass einem Vorgang immer eine Ursache zugrunde liegen muss, wird von Carlos Katastrofsky radikal hinterfragt, wenn er technische Dispositive in der Kommunikation hinsichtlich ihrer Verwendbarkeit in künstlerischen Arbeiten z.b. mit Web-Kameras untersucht. Oder wenn er in der fünfteiligen Arbeit "SINS" durch Stichwortsuche zufällig gefundenes, audiovisuelles Material zu jeweils einminütigen Videos extrem verdichtet.


Eröffnung: Fr, 5. Oktober 2007, 19 Uhr
Ausstellungsdauer: Sa, 6. Oktober - Fr, 19. Oktober 2007
Ausstellungsort: Projektraum Sonnensegel
Adresse: Pressgasse 28, A-1040 Wien
Öffnungszeiten: Mo-Fr 11-17 Uhr

Die Elektrifizierung der Gehirne – 90 Jahre Roter Oktober

Die sowjetische Filmavantgarde steht im Mittelpunkt eines
Medienfestival, zu dem der Vereins riesa efau nach Dresden einlädt. Ein Symposium stellt die Arbeit mit manipulativen Techniken der sowjetischer Filmemacher vor und schlägt den Bogen »Von den Psychotechniken der Avantgarde zu Medienkunst und Neuro- wissenschaft im 21. Jahrhundert«. Neben Film- und Kunstwis- senschaftlern gewähren Neuropsychologen, Filmemacher und Medienkünstler Einblick in Forschungsprojekte und aktuelle Produktionen. Einer der Höhepunkte ist der Besuch des Eyetracking-Labors der TU-Dresden.

Information: riesa efau – Forum für Kunst und Gesellschaft, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Adlergasse 14, 01067 Dresden, Tel. 0315 86602-17/-11, Fax 0351 86602-12, oea_projekte@riesa-efau.de, www.riesa-efau.de

nodes 2007 - Knotenpunkte

Sieben KünstlerInnen, sieben Museen – sie bilden die Knotenpunkte der gleichnamigen Ausstellung, die vom 16. September bis 11. November in Nordrhein-Westfalen gezeigt wird. Das Projekt des Kultursekretariats NRW Gütersloh, das von dem Leipziger Kunsthistoriker Matthias Weiß kuratiert wird, lässt es aber mit der Metapher des Netzes nicht bewenden, sondern zeigt sieben internationale Positionen, die sich im engsten wie weitesten Sinn mit dem Internet auseinandersetzen und dieses als Material und Medium nutzen.
Die Arbeiten verbindet eine kritische Auseinandersetzung mit Kernthemen der Gegenwart. Berührt wird die Rolle des Museums und sein Depot als öffentliches Eigentum, also als Gemeingut, in der Arbeit Cornelia Sollfranks, die im Märkischen Museum Witten der problematischen Frage nach dem „geistigen Eigentum“, der Kommerzialisierung von Bildern und ihren Verwertungsrechten in Zeiten des Internets nachgeht. Sascha Büttner erforscht Produktionsbedingungen für KünstlerInnen im Rahmen seiner Installation „Trashpavilion“ in der Stiftung Künstlerdorf Schöppingen, in welcher der Besucher eigene Forschungen anstellen kann. Auf subtile Weise koppelt Carlo Zanni seine Erfahrungen als Künstler, der in Italien und den USA zuhause ist, an Erlebnisse von Migration und verdichtet sie zu einer poetischen audiovisuellen Installation im Kunstmuseum Ahlen.
Ilona Johanna Plattner untersucht mittels Interventionen und Performances im Städtischen Museum Gladbeck, Schloss Wittringen, das Spannungsfeld aus realer (Stadt-)Geschichte und der Repräsentation ihres künstlerischen alter egos, der „Mystikerin“ in Form dreier Akte und thematisiert damit die Rolle des Fiktionalen auch in Bezug auf die Möglichkeiten des Internets. Das Museum für Gegenwartskunst Siegen wird zum Gastgeber für die 13jährige Künstlerin Mouchette, einer nur im Internet existierenden Person. Ihre Auseinandersetzung mit dem Selbstmord von Kindern basiert auf den Äußerungen realer Menschen, welche Mouchettes Webseite als Kommunikationsplattform nutzen. Mittels kleiner Portionen künstlicher Intelligenz formieren sich kleine synaptische Motoren zum „UNNA UNIT“ von Jens Brand. Dieses Netz wird als Plastik wahrnehmbar und reagiert auf seine Umwelt auf verschiedene Weisen: mal erstarrt es, mal bildet es Muster, mal erinnert es sich an vergangene Zustände. Richard Kriesche schließlich sammelt Datenströme aus Google und Börse und spiegelt seine Fischzüge auf acht Projektionen im Skulpturenmuseum Glaskasten in Marl. Er kritisiert damit den tradierten Kunstbegriff und negiert dessen übersteigerte Objekthaftigkeit, die sich in den Auktionen von Werken zeitgenössischer Kunst anhand unvorstellbarer Preise spiegelt.
Alle Positionen belegen, dass Kunst mit dem Internet nicht heißen muss, vor langweilenden Terminals zu sitzen. Netzkunst – so ein Anliegen der Ausstellung „Knotenpunkte“ – ist Teil der zeitgenössischen Kunst und bedient nicht nur den Festivalzirkus von der transmediale bis zur ars electronica.

Die sieben KünstlerInnen und ihre Ausstellungsorte:

Sascha Büttner, Stiftung Künstlerdorf Schöppingen
Jens Brand, Zentrum für Internationale Lichtkunst Unna
Richard Kriesche, Skulpturenmuseum Glaskasten Marl
Carlo Zanni, Kunstmuseum Ahlen
Ilona J. Plattner, Museum der Stadt Gladbeck
Cornelia Sollfrank, Märkisches Museum Witten
Mouchette, Museum für Gegenwartskunst Siegen

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